05.122017 21:00
TWO.CONCERTS.ONE.NIGHT
A-TRANE PRESENTS

JAZZ.AUS.BERLIN
«JAB105»

1st set:
CLARA HABERKAMP
«SOLO»

2nd set:
TILO WEBER
QUARTET
«FOUR FAUNS»
art of solo
1st set:
clara haberkamp (p/voc)

2nd set:
tilo weber (dr) hayden chisholm (sax) richard koch (tp) andreas lang (b)
1st set:
«Haberkamp versucht gar nicht erst, sich mit ihrer zarten Mädchenstimme im American Songbook zu verlieren. Statt- dessen spinnt sie zarte Fäden aus eigener Lyrik, setzt ihre Stimme bewusst sparsam ein, überlagert ihr Klavierspiel mit einem Schleier aus Poesie. Offenbart dabei durch- aus auch eine fragile Unsicherheit, die mit der Souveränität ihres Tastenanschlags kont- rastiert. Ihr gelingt dabei ein sehr eigenwilliger Spagat zwischen elegischem Kunstlied und sanft pulsierenden Jazzmotiven.» -Reiner H. Nitschke, Fono Forum

2nd set:
«Tilo Weber ist Schlagzeuger. Dieser Satz führt womöglich in die Irre, denn er ist viel mehr als das. Wo andere Drummer sich über ihre Physis manifestieren, sucht Weber immer den Zwischenraum, das, was sich zwischen zwei Tönen oder Beats offenbart, ohne direkt gesagt werden zu müssen. Wie vor ihm in dieser Intensität nur Paul Motian, ist Weber auch und gerade dann spürbar, wenn er nicht zu hören ist. Beim Spielen ist es ihm stets wichtig, nicht mit sich selbst beschäftigt zu sein, um seine Partner zu spüren. Seine Präsenz ist deshalb enorm, sein individuelles Energiepotential macht ihn zum Gravitationszentrum jeder Band, in die er involviert ist. Diese Fähigkeit prädestiniert ihn natürlich auch selbst zum Bandleader. Weber hat grundsätzlich die Ruhe weg. Schnellschüsse sind so überhaupt nicht Sache des jungen Stoikers.» -Wolf Kampmann