11.012017 21:00
AUNT SALLY
Jazz-historische Uraufführung
modern jazz
benjamin kraef (sax) nikolaus neuser (tp) jason liebert (tb) benny lackner (p) max nauta (b) ernst bier (dr) wolfgang müller (trautonium) eva medusa gühne (voc)
Eine saxophongetränkte Neufassung von Jaap Kools SCHIESSBUDE mit einem Trautonium auf dem Entwicklungsstand von 1936 scheint reine Spekulation. Eine Spekulation, die der Komponist Michael E. Bauer nach intensiver Sichtung der erhaltenen Jaap-Kool-Partituren im Den Haager Musikarchiv gemeinsam mit Berliner Jazzern, dem Trautonium-Musiker Wolfgang Müller und dem Autor Oliver Held in die Tat umgesetzt. Damit ist AUNT SALLY (die britische Redewendung für «Schiessbude») das zweite größere Projekt des 2012 in Berlin von Oliver Held und Michael Emanuel Bauer gegründeten Jazzsextetts THE DYED BLONDES. Ziel der Band ist es, aktualisierte Neufassungen vergessener musikalischer Meisterwerke des 20. Jahrhunderts zu erarbeiten und diese im Konzert und als Tonträger zurück ins Bewusstsein der Gegenwart zu holen. Nach der von der Initiative Musik e.V. geförderten CD-Veröffentlichung unserer Neufassung der 1982 entstandenen Radiooper TOT IN NEW YORK des Filmkomponisten und Fassbinder-Kollegen Peer Raben erleben wir heute die DYED BLONDES mit der Wiederentdeckung von AUNT SALLY.