16.072019 21:00
SOMMERKONZERTE
LILLINGER SPECIAL

BENEDIKT KLÖCKNER
PLAYS WOLFGANG RIHM
«ÜBER DIE LINIE»

"SCHNELL"
FEAT:
BOREL
BORGHINI
LILLINGER
modern klassik & modern jazz
1st set solo
benedict klöckner (cello)

2nd set "schnell
pierre borel (sax)
anronio borghini (b)
christian lillinger (dr)
SOLO
Wolfgang Rihms episches Solowerk entstand 1999 und ist dem Österreichischen Cellisten Heinrich Schiff gewidmet. Das hochexpressive Werk geht an die Grenzen des technisch und musikalisch möglichen und erkundet musikalische Zwischenräume sowie Räume «über der Linie». Benedict Klöckner gehört zu den gefragtesten Cellisten seiner Generation. Er spielt mit Orchester wie dem Royal Philharmonic Orchestra, der Deutschen Radiophilharmonie, konzertiert in Hallen wie der Carnegie Hall New York oder der Berliner Philharmonie und arbeitet mit Künstlern wie Anne Sophie Mutter, Simon Rattle oder András Schiff. Die Bebop-Tradition als Ausgangspunkt, um Geschwindigkeit, Stillstand, Trance, Intuition und Grenzen zu untersuchen.

"SCHNELL"
Die Musik einiger Größen der Jazz- und Bebop-Musik wie zum Beispiel Parker, Monk, McLean, Powell und Ellington ist für das Trio ein «Erinnerungskorb», ein Archetyp, mit dem sie ihre eigene musikalische Sprache konfrontieren können. Geschwindigkeit ist der Schlüsselpunkt der Band, sie funktioniert aber nicht auf mechanische Weise, sondern sie wandelt die Sprache um, indem sie die Spieler an ihre Grenzen bringt und sie zwingt, neue Strategien zu entwickeln, sowohl am eigenen Instrument als auch gemeinsam. Bebop wurde vor langer Zeit zu Repertoiremusik und der Improvisationsprozess wurde nach und nach vernachlässigt. Für «Schnell» ist Improvisation immer noch der Kern dieser Musik. Die Gruppe improvisiert mit hoher Geschwindigkeit, wo das Gedächtnis, die Intuition und das Unbewusste wesentlich sind.